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Was die Gernsheimer Kanusportler in der Vergangenheit bewegte. Natürlich auch die Presse.
Birgit Weinmann im Ried Echo vom 24. Juni 2008
"Das hat total Spaß gemacht"
Wassersport: Kanuten des Turn- und Sportvereins Gernsheim lassen Interessierte in ihr Hobby hineinschnuppern
GERNSHEIM. Die dreizehnjährige Marta war eine von fünf Jugendlichen, die das Angebot der Gernsheimer Kanuten wahrnahm und am Sonntag eine Schnupperfahrt mit dem Kajak auf dem Kiesloch machte. Dazu angeregt hatte sie Vater Norbert, der ebenfalls über ein solches Schnupperangebot seine Liebe zu dem Wassersport entdeckt hat.
„Das hat total Spaß gemacht“, schwärmt Marta, „man kann es gar nicht so richtig beschreiben, die Erklärungen waren supergut, sodass es mir eigentlich recht leicht fiel die Bewegungen auszuführen und zu verstehen, um was es beim Kanufahren geht, zum Beispiel den gleichmäßigen nicht hektischen Schlag richtig auszuführen.“
Die Schnupperfahrten – ebenso wie das Training für Neueinsteiger – finden in Absprache mit der Stadt auf dem Kiesloch statt. Erst wenn die „Jungkanuten“ eine gewisse Sicherheit haben, geht es auf den Rhein.
Andreas Fritze informierte am Tag des Kanusports am Bootshaus des TSV Gernsheim ausgiebig über die Sportart und ihren besonderen Reiz. „Selbst wenn man aus der größten Hektik kommt – dabei kann man entspannen. Das geht fast von allein. Die Dynamik des Rheins, das sich-in-einen-Rhythmus-finden beim Paddeln, die Natur, der Wellenschlag, das blitzende Wasser auf dem man sich treiben lässt, das ist einfach ideal“.
130 Aktive zählt die Kanu-Abteilung des TSV Gernsheim derzeit, das Hausgewässer Rhein bietet beste Trainings- und Nutzungsmöglichkeiten. „Schade, dass derzeit nur so wenige Jugendliche aus Gernsheim und Umgebung diesen tollen Sport mit den vielen Möglichkeiten direkt vor ihrer Haustür für sich entdecken“, formulierten die erwachsenen Kanuten, die Neueinsteigern die Kniffe und Tricks, auf die es ankommt, beibringen. Marta will es ganz bestimmt weiter mit dem Kanu probieren, auch den anderen Jugendlichen hat das Schnupperangebot „wahnsinnig Spaß gemacht“.
Beim Tag des Kanusports am Bootshaus konnten sich bereits aktive Kanuten auch über neue Produkte im Bereich Kajak und Kanadier informieren oder bei einem internen Flohmarkt Equipment tauschen. Den Abschluss des Tages genossen die Aktiven der Abteilung Kanusport im TSV Gernsheim und ihre Gäste bei einer Sonnenwendfeier am Bootshaus. Mit dem dabei üblichen Lagerfeuer wurde der Beginn des Sommers begrüßt. Weiterer Höhepunkt war die Taufe zweier neuer Vereinsboote: Speedy und Sunny.
Wer die Gelegenheit zum Schnuppern am Samstag verpasst hat, ist eingeladen, beim Training vorbei zu schauen – mittwochs um 18 Uhr können „Schnuppertermine“ vereinbart werden. Weitere Informationen im Internet unter www.kanusport-gernsheim.de.
Hans-Josef Becker im Ried Echo vom 28. Februar 2008
Neue Boote angeschafft
Hauptversammlung: Kanusportabteilung bereitet Verlängerung der Einstiegsstelle vor
GERNSHEIM. Allerhand Bewegung gibt es am Bootshaus der Kanusportabteilung im Turn- und Sportverein. Das ging aus dem Bericht des Vorsitzenden Hans Bicht vor. So wurde im vergangenen Jahr die Toilette fertiggestellt. Nun sollen der Innenausbau im Flur und im Versammlungsraum folgen. Für die Instandsetzung und wasser- und baurechtlich bereits genehmigte Verlängerung der Einstiegsstelle ist alles vorbereitet: eine Helferliste liegt vor, Material ist schon beschafft. Sobald der nötige Wasserstand erreicht ist, soll es mit den Arbeiten losgehen.
Weil das Vereinsboot „Streamliner“ für die sportliche Nutzung zu empfindlich war, wurde es verkauft. Zwei neue Boote wurden angeschafft, darunter ein Jugendboot. In Zukunft sollen kontinuierlich alte Boote verkauft und durch neue ersetzt werden, um den Bootsbestand zu erhalten. Dafür wird auch gespart: Wenn der Rasen rund um das Bootshaus von den Aktiven gemäht wird, könnten monatlich 25 Euro für ein neues Boot zurückgelegt werden, so der Vorsitzende.
Hans Bicht kündigte an, bei der nächsten Wahl nicht mehr für die Aufgabe des Vorsitzenden zur Verfügung zu stehen.
Den Kassenbericht gab Karl-Heinz Panitz, dem die Prüfer Karl Ludwig und Stefan Lutz ordnungsgemäße Buchführung bescheinigten. Neue Kassenwartin wurde Claudia Jaeckel.
Gerhard Trunk berichtete, dass im Training einige Probleme zu bewältigen waren. Insbesondere gestalte sich die Betreuung von Neueinsteigern im regulären Training schwierig. Im Übungsleitertreffen soll geklärt werden, ob gezielt Einsteigerkurse angeboten werden sollen. Das Jugendtraining wird mangels Nachfrage bis auf weiteres eingestellt.
Hans-Josef Becker im Ried Echo vom 20. Dezember 2007
Kanadier-Camp und Flohmarkt
Programm: Kanuten des Gernsheimer TSV beginnen das neue Jahr mit Neujahrspaddeln
GERNSHEIM. Einen umfangreichen Jahresplan für 2008 haben die Kanusportler im Turn- und Sportverein vorgelegt. Bereits am Dienstag (1.) geht es um 13 Uhr am Bootshaus mit einem Neujahrspaddeln los. Die Generalversammlung ist für 10. Februar (Sonntag) um 15 Uhr im Bootshaus vorgesehen. Arbeitseinsätze sind für 8. März und 11. Oktober jeweils ab 10 Uhr vorgesehen. Am 15. März (Samstag) steht mit dem Anpaddeln ab 10 Uhr der Saisonbeginn auf dem Plan.
Für das Kanadier-Camp des Bezirkes Altrhein in Illingen vom 4. April bis 6. April (Freitag bis Sonntag) nimmt Fahrtenleiter Gerhard Trunk unter der Telefonnummer 06258 51419 oder per Mail an gerhard.trunk@web.de Anmeldungen entgegen. Fahrtenleiter Joachim Conradi gibt unter der Nummer 069 63015630 oder bei j.conradi@em.uni-frankfurt.de Informationen zur Pfingstfahrt vom 9. bis 12. Mai (Freitag bis Montag). Einen Schnupperkurs für Neueinsteiger bieten die Kanusportler vom 13. bis. 15. Juni (Freitag bis Sonntag). Kontaktaufnahme mit Sportwart Richard Schmitt-Silverwood unter der Nummer 06258 3560 wird erbeten.
Flohmarkt, Kanadierfahrten auf dem Rhein und Filmvorführungen erwarten die Gäste beim „Tag des Kanusports“ am 21. Juni (Samstag) ab 10 Uhr rund um das Bootshaus. Die Sonnenwendfeier schließt sich ab 18 Uhr an. Dazu gibt Vorsitzender Hans Bicht, Telefon 06258 3452 und E-Mail johann.bicht@gmx.de, Informationen. Für das Wildwasser-Camp an der Durance in den französischen Alpen vom 28. Juni bis 6. Juli (Samstag bis Sonntag) hält Jugendwart Marc Eisenhut unter der Mobilfunknummer 0170 8636281 oder oetsha@gmx.de Interessantes bereit.
Ferienspiele stehten am 26. Juli (Samstag) auf dem Programm, eine Rheinfahrt von Germersheim nach Gernsheim vom 8. bis 10. August (Freitag bis Sonntag). Mit dem Abpaddeln am 27. September (Samstag) ab 10 Uhr am Bootshaus geht die Saison zu Ende. Geselliges gibt es aber noch am 18. Oktober (Samstag) mit dem Oktoberfest ab 18 Uhr und der Adventsfeier „Glühendes Kehrwasser“ am 13. Dezember (Samstag) ab 19 Uhr im Bootshaus.
Die Kanuten trainieren von Oktober bis März freitags von 19 bis 22 Uhr in der Turnhalle der Peter-Schöffer-Schule. Bei diesem Wintertraining gibt es Bewegungs- und Koordinationsspiele mit und ohne Ball, Programmen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur sowie Ausdauerübungen. Ab März beginnt die Freiluftsaison. Dann ist mittwochs ab 18 Uhr Training für Geübte und Neueinsteiger unter der Leitung von qualifizierten Übungsleitern. Freitags ab 18 Uhr gibt es Just-for-fun-Paddling für erfahrene Kanuten. Schließlich ist sonntags ab 14 Uhr das Jugendtraining angesetzt.
Hans-Josef Becker im Ried Echo vom 11. September 2007
Sportart, die Wege zu neuen Ufern weist
TSV-Kanuten: Beim Kanusport Gernsheim gibt ein Tag der offenen Tür im Vereinsheim allerlei Einblicke
GERNSHEIM. In völliger Stille gleitet das Kajak über die Wasseroberfläche. Der Fahrer steuert es zwischen Schilf und Weiden hindurch. Das Licht bricht in den Wassern. So sieht die Kajak-Romantik auf der überfluteten "Insel" aus, jenem Stück der Hammeraue, das einen besonderen Reiz ausübt.
Aber es geht auch anders: Pfeilschnell bricht das Boot durch die schäumenden Fluten der Enz. Gischt spritzt empor, nimmt dem Fahrer die Sicht. Krafteinsatz ist erforderlich, um auf dem rechten Weg zu bleiben. Bruchteile von Sekunden nicht aufgepasst: der Kajak kentert. Da ist es gut, die Eskimorolle gelernt zu haben: schon taucht der Fahrer wieder aus den Fluten auf.
Wer solch romantischen und wilden Fahrten in Gesellschaft erleben will, hat in Gernsheim seit 59 Jahren Gelegenheit dazu: bei den Kanusportlern der am 10. Juli 1948 gegründeten Wassersportabteilung des Turn- und Sportvereins.
Der Tag der offenen Tür am Sonntag bot Gelegenheit, einen ersten Eindruck von diesem Sport zu gewinnen. Denn wer wollte, begab sich unter der Obhut von Marc Eisenhut mit dem Großkanadier auf die durch bisweilen vom Wind aufgepeitschte Wellen des Rheins. Trockenübungen ermöglichte der erstmals ausgerichtete Flohmarkt: Die Kajaks "Blowfish" und "Xeno" wurden dabei ebenso angeboten wie weitere wassertaugliche Gefährte, Bekleidung und Zubehör. Für diese Premiere haben die Wassersportler nicht mit allzu großer Resonanz gerechnet, sagte Vorsitzender Hans Bicht. "So etwas läuft im Sommer besser."
Beim Rundgang durch das 1994 in Betrieb genommene neue Bootshaus sahen die Gäste die 85 Boote der TSV-Abteilung; für 100 reicht der Platz in den selbst konstruierten Bootsträgern. Weil man aus Erfahrung klug wird, wurde beim Neubau ein hochgelegenes Stockwerk eingezogen, das Sicherheit vor Überflutung bietet. Dort spielt sich mehr und mehr das Vereinsleben ab. Rund 125 Mitglieder aus Gernsheim und der Umgebung zählt der Kanusport, davon etwa 20 Jugendliche. Im Haus wurden Filme über Wildwasserfahrten gezeigt, Gespräche mit den Organisatoren Andreas Fritze und Thomas Herget geführt.
Heute treten die Kanusportler - anders als zu Gründungszeiten - mit dem Motto "The Rhine is not the Limit" an. Die Kanuten wissen darum, dass sie den größten Strom Europas als Hausrevier befahren. "Das eröffnet Horizonte und weist Wege zu neuen Ufern. Aber er lehrt auch Demut und schärft den Blick für verantwortliches Handeln im Sinne der Schöpfung." Die Paddler, das Atomkraftwerk Biblis und die Industrieanlagen vor Augen, erleben die Verletzbarkeit dieser Wasserstraße sprichwörtlich hautnah. "Der Rhein bildet laut unserem Motto keine Grenze, er mahnt auf lokaler Ebene zur globalen Einsicht."
Trainingszeiten von März bis Oktober sind mittwochs ab 18 Uhr für Geübte und Neueinsteiger, freitags ab 18 Uhr gibt es Just-for-fun-Paddling nur für erfahrene Kanuten und sonntags ab 14 Uhr ist Jugendtraining, bei dem der Übungsleiter speziell auf die Bedürfnisse von jugendlichen Kanu-Neueinsteigern eingeht. Treffpunkt ist jeweils am Bootshaus. Freie Trainingstermine sind das ganze Jahr hindurch möglich; sie können von den Übungsleitern und Trainern nach Absprache mit Gruppen oder Einzelpersonen angesetzt werden.
Von Oktober bis März ist freitags von 19 bis 22 Uhr Wintertraining mit Bewegungs- und Koordinationsspielen mit und ohne Ball sowie Programmen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur sowie Ausdauerübungen in der Turnhalle der Peter-Schöffer-Schule.